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Flohdermatitis – Flohekzem

Freitag 29. Februar 2008 von Dagmar

Flöhe können auf verschiedene Weise entzündliche Hautveränderungen hervorrufen.

Es kommt zu einer Irritation der Haut durch Herumwandern auf der Hautoberfläche, durch Stiche, die sich sekundär infizieren können, oder durch eine Sensibilisierung gegen den Speichel oder den Kot der Parasiten, die zu allergischen Reaktionen führt.

Flöhe sind Hautparasiten, die sich durch Blutsaugen ernähren. Durch die Stiche werden lokale Hautreaktionen mit starkem Juckreiz hervorgerufen.

Die betroffenen Tiere sind sehr unruhig und kratzen, nagen, scheuern und lecken sich permanent, um den Reiz zu lindern. Bei Massenbefall kommt es zu Ekzembildung, Abmagerung und vor allem bei Welpen zur Blutarmut. Hautrötungen, Knötchen-, Bläschen- und Quaddelbildung, Krusten, Haarbruch und Haarausfall können das klinische Bild bestimmen.

Durch bakterielle Sekundärinfektionen kann sich eine eitrige Hautentzündung entwickeln. Kommt es zu einer Sensibilisierung der Haut gegen Speichel oder Kot der Flöhe, genügen schon wenige Parasiten, um eine allergische Dermatitis auszulösen und zu unterhalten. Die allergische Reaktion führt zu nässenden Ekzemen mit Krusten- und Knötchenbildung.

Bei genauer Untersuchung der Patienten findet man meist die kleinen dunklen Parasiten, die sich flink zwischen den Haaren bewegen, und den Flohkot, der als kleine dunkle Krümel auf der Haut sichtbar ist.

Behandlungsstrategie

Bekämpfung der Parasiten auf dem Tier und in dessen Umgebung.

Äußerliche Anwendungen mit Insekten abweisender Wirkung:

Einreibungen, Waschungen oder Bäder. Bei kleinen Tieren oder Welpen sollten die Flöhe manuell entfernt werden. Dieses geschieht mit einem Flohkamm.

Vorsicht: zu beachten ist auch das Flöhe Zwischenwirte für Bandwürmer sind. Es sinnvoll dieses gleich mitzubehandeln.

Quelle: Tierkrankheiten und ihre Behandlung

Kategorie: Erkrankungen, Thema des Monats, Tierheilpraktiker

Borna

Dienstag 29. Januar 2008 von Dagmar

Borna ist eine viral bedingte Entzündung des zentralen Nervensystems (Meningoencephalomyelitis).

Betroffen sind vor allem Pferd und Schaf. Die Krankheit ist in bestimmten Gebieten heimisch (Borna-Gebiete).

Viele Tiere sind “Borna-positiv“ (Antikörper) ohne Symptome zu zeigen.

Im typischen Fall entwickeln sich zentralnervöse Symptome, wie Erregungs- oder Depressionszustände, Wesensveränderung, Koordinationsstörungen, Augenzittern, Zwangsbewegungen, Krämpfe, plötzliches Zusammenbrechen oder Lähmungserscheinungen.

Bei atypischem Verlauf können Symptome des Atmungs- und Verdauungstrakts im Vordergrund stehen.

Zentralnervöse Krankeitsverläufe haben eine sehr schlechte Prognose (Sterblichkeitsrate 80-90 %).

Schafe können als Erregerreservoir fungieren.

Borna ist eine meldepflichtige Krankheit.

Behandlungsstrategie:

Stützung des Immunsystems, Ruhe und Stressabbau, Homöopathische Behandlung

Quelle: Tierkrankheiten und ihre Behandlung

Kategorie: Erkrankungen, Thema des Monats, Tierheilpraktiker