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Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Dienstag 29. November 2005 von Dagmar

Zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommt es, wenn ihre Verdauungsenzyme nicht wie normal als inaktive Vorstufe in den Darm abgegeben werden, sondern bereits vor Ort aktiv werden.

Eine weitere Ursache kann auch ein Rückstau von bereits im Darm aktivierten Verdauungsenzymen sein.

Die weiteren Ursachen sind Gallenwegserkrankungen, mechanische Verletzungen und Infektionen.

Die Pankreatitis kann genetisch bedingt sein bei jungen Tieren.

Bei älteren Tieren kann die Ursache auch eine Durchblutungsstörung sein.

Überfunktion der Nebenschilddrüsen und Nebenwirkungen von Medikamenten aber auch fettreiche Ernährung kann eine Pankreatitis auslösen.

Die akute Pankreatitis macht sich durch Oberbauchschmerzen bemerkbar die bis in den Rücken ausstrahlen. Die Tiere haben eine druckempfindliche Bauchdecke und versuchen meist den Schmerz zu lindern indem sie sich vornüber neigen. Damit ist gemeint Vorderpfoten sind nach vorn gestreckt das Hinterteil bleibt in der Luft.

Des Weiteren kommen Erbrechen und Blähungen hinzu.

Die Tiere sind kraftlos und schlafen mehr als gewohnt. Der Appetit lässt nach. Der Stuhl hat eine pastenartige bis breiige Form ist fettig glänzend und riecht stechend.

Bei schwerer akuter Erkrankung kann es zu Herzrasen und Atemnot kommen. Das ist dann ein Fall für einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Dieses Tier wird dann parenteral (unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts) ernährt um die Bauchspeicheldrüse vollkommen ruhig zu stellen.

Wiederholen sich akute Entzündungen oder dauern sie an, spricht man von einer chronischen Pankreatitis die bis zur Insuffizienz (ungenügende Leistung) der Drüse führen kann.

Durch die Funktionsschwäche der Pankreas wird die Nahrung nur bedingt verdaut. Die Tiere nehmen stark ab der ganze Organismus wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Nahrung wird nicht verwertet und der Mangel stellt sich ein. Auch die Leber ist in Mitleidenschaft gezogen und durch teilverdaute Nährstoffe vergrößert.

Quelle Report 2001

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Diarrhöe (Durchfall)

Samstag 29. Oktober 2005 von Dagmar

Eine funktionelle Diarrhö hört spontan binnen weniger Tage auf. Hier kann es sich um sehr einfache Dinge handeln, das Futter oder das Wasser was dem Tier gegeben wird ist zu kalt (meist bei Pferden)

Einen abrupten Futterwechsel ( Futteränderungen sollten immer schleichend durchgeführt werden)

Oder aber durch Stress, z.B. Besitzerwechsel

Aufregung durch Transporte, Turniere oder Ausstellungen

Es kann auch vorkommen das Futter durch Kontakt mit Insektiziden oder Pestiziden verseucht ist.

Durchfälle die durch eine ernste Grundkrankheit auftreten, können wochenlang anhalten. Diese Durchfälle entstehen durch Bakterien oder Viren oder aber sie werden durch Darmparasiten (verschiedensten Wurmarten)hervorgerufen. Es kann sich auch um eine Unverträglichkeit bestimmter Futterarten handeln.

Dieses müsste durch eine Kotuntersuchung geklärt werden.

Durchfälle können mit Allgemeinstörungen verlaufen dazu gehören Fieber wenig Appetit und Mattigkeit es kann auch zu Blut im Kot kommen.

Durchfälle können auch durch die Gabe von Medikamenten entstehen die für eine andere Erkrankung gegeben werde z.B. Antibiotika. Sie vernichten bestimmte, normalerweise im Darmtrakt wachsende, notwendige Bakterien. Dadurch können sich andere Bakterien, die gegen das zur Behandlung verwendete Antibiotikum unempfindlich sind (in der Regel Staphylokokken), reichlich vermehren und eine Reizung der Darmschleimhaut hervorrufen.

Die Behandlung von Durchfällen, die durch den Genuss verdorbener oder infektiöser Nahrungsmittel bedingt sind, hört meist von selber auf. Durchfälle anderer Herkunft verlangen die ursächliche Behandlung und Beseitigung der jeweiligen Grundkrankheit.

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